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Beirat für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung der Stadt Falkensee
Falkensee für Menschen mit Behinderung
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Liebe Menschen, die aktuelle Situation hat uns dazu veranlasst, den für den 9. Mai in Falkensee geplanten Protest- und Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung abzusagen.

Das Sammeln von Legosteinen zum Bau von mobilen Rampen ist in diesem Zusammenhang im Moment nicht möglich, ohne Menschen zu gefährden

Dies ist eine Entscheidung der Vernunft, denn unter den gegebenen Umständen ist eine weitere Planung und Umsetzung nicht realisierbar.

Einige Menschen mit Behinderung gehören zu einer Personengruppe, die durch die Ansteckung mit dem COVID-19 Erreger besonders gefährdet sind. Sie erleben momentan eine große und überwältigende Welle der Hilfsbereitschaft von Freiwilligen.

Nun hat sich die Situation durch die COVID-19 Pandemie grundsätzlich geändert, mit einem Mal ist die Weltbevölkerung durch einen Virus gezwungen, Verhalten zu ändern und umzudenken. Es betrifft ausnahmslos Alle.

Aus gefühlter Sicherheit wurde Unsicherheit und Menschen reagieren mit Sorge und Angst.
Nichts ist mehr, wie es eine große Anzahl Menschen als „Normal“ empfinden.

Von Heute auf Morgen haben sich die Verhältnisse umgedreht! Selbstbestimmt entscheiden, sich mit Freunden zu treffen, Sport zu machen, ins Restaurant zu gehen, ist nicht mehr möglich. Die Einschnitte in die persönliche Freiheit sind spürbar, gravierend und schmerzlich.

„Soziale Isolation“, zwei Schlagwörter, die wir dieser Tage überall hören. Abstand halten, müssen wir verinnerlichen! Vermutlich erleben das viele Menschen zum ersten Mal bewusst in ihrem Leben. Einschränkung bei ganz alltäglichen, banalen Dingen, liebgewonnene und für selbstverständlich gehaltene Gewohnheiten aufgeben.

Schnell kommen Menschen in dieser Ausnahmesituation an ihre persönlichen Grenzen, bereits nach wenigen Tagen führt das zu Ängsten, Aggressionen oder Frust.

Für einige Menschen ist diese Situation jedoch der Alltag! Soziale Isolation, Einschränkung im alltäglichen Leben ist deren „Normal“. Gemeint sind Menschen, die wegen einer Beeinträchtigung, der Pflege eines Familienangehörigen, Familien mit Kindern mit Behinderung oder Menschen mit chronischer Erkrankung keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugang zu kulturellen Veranstaltungen, sportlichen Ereignissen, Vereinen, Restaurants, Spielplätzen, in den Park, kurz, am öffentlichen Leben haben.

Hinzu kommen finanzielle Engpässe, die Angst um den eigenen Arbeitsplatz oder die Existenz.

 

Dankeschön an alle Menschen die im Moment dafür sorgen, dass es weiter geht!
Wir wünschen allen Menschen Zuversicht, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Ende des Inhaltes