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Der Teilhabebeirat hätte gern schnellere grössere Schritte, denn ein Wandel im Denken benötigt keine Baumassnahmen oder Geld

Falkensees Bürgermeister Heiko Müller informierte im Bildungsausschuss

was seit dem Beschluss der Willensbekundung zur inklusiven Beschulung im Juni passiert ist. Die grüne Fraktion wünscht sich weiteren Dialog mit den Schulen.

Bildungsausschuss Falkensee Debatte um inklusive Beschulung

Die Stadt Falkensee spricht sich für die „inklusive Beschulung in allen Förderschwerpunkten in Falkenseer Grund- und weiterführenden Schulen sowie den Ausbau der entsprechenden Angebote“ aus –

im Juni hatten die Stadtverordneten einem entsprechenden Antrag
von Bündnis 90/Grüne und IDJPPPTHBH zur politischen Willensbekundung mehrheitlich zugestimmt. In dem Antrag wurde zudem die Verwaltung dazu aufgefordert, sich gegenüber dem Staatlichen Schulamt, der Landesregierung und auch den Schulkonferenzen dafür einzusetzen, inklusive Beschulung in allen Förderschwerpunkten an Falkenseer Grund- und weiterführenden Schulen zu ermöglichen.

Im Bildungsausschuss am Mittwochabend informierte Bürgermeister Heiko Müller
zum aktuellen Stand der Umsetzung der Willensbekundung.

Falkenseer Schulen wurden von der Verwaltung angeschrieben

„Wie berichtet, haben wir die Schulen angeschrieben und über den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung informiert. Das Thema ist in allen Schulkonferenzen behandelt worden“, erzählte der Bürgermeister. Dabei sei der Tenor in allen Schulen gewesen: „Alleine der Wille reicht nicht – es ist eine Vielzahl an baulichen Maßnahmen erforderlich und für die Schulen noch entscheidender ist, dass sie Unterstützung vonseiten des Landes über Personalbeschaffung bekommen.“ Die Stadt Falkensee ist als Schulträger verantwortlich für Baumaßnahmen – personelle Fragen werden hingegen auf Landesebene entschieden.

„Die Schulen sind alle der Überzeugung, dass sie sich schon jetzt für Menschen mit Behinderung einsetzen und Mögliches möglich machen. Sie sind oft an Grenzen gestoßen, haben aber auch oft Lösungen gefunden“, sagte Müller weiterhin und nannte beispielsweise, dass Räume mit zusätzlichen Elementen ausgestattet wurden, wenn Behinderungen bei Kindern auftraten.

Grüne wünschen sich weiteren Dialog mit den Schulen

Im weiteren Verlauf entspann sich vorrangig zwischen Martina Freisinger (Bündnisgrüne) und dem Bürgermeister eine hitzige Debatte: „Die große Zahl der Rückmeldungen ist erfreulich – wir haben das angestoßen, was wir anstoßen wollten: Eine Diskussion über das Thema“, sagte Freisinger zunächst. „Aber ich habe mich auch über die Rückmeldungen gewundert: Natürlich steht nicht morgen ein Bagger vor den Schulen und reißt sie ab. Es geht um einen Dialog mit den Schulen, ein Dialog, der jedoch eindeutig in Richtung der UN-Behindertenrechtskonvention geht.“

Freisinger machte deutlich, dass die Schaffung von Einzellösungen für einzelne Kinder schätzenswert sei – aber nicht Inklusion darstelle. „Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder hier beschult werden können, ohne dass sie sich lange Gedanken machen müssen, ob es geht.“ Im Dialog mit den Schulen könnte sich ergeben, welche zusätzlichen Förderschwerpunkte an welchen Schulen vergleichsweise einfach baulich umzusetzen wären.

Freisinger wies daraufhin, dass es verschiedene finanzielle Fördermöglichkeiten gebe, um Maßnahmen umzusetzen und verwies auf Nachbargemeinden wie Dallgow-Döberitz, die hier bereits vorbildlich vorangehen würden. Wie ein weiteres Vorgehen aussehen wird – das ist derzeit unklar.

Quelle: Leonie Mikulla, https://www.maz-online.de,
https://m.maz-online.de/Lokales/Havelland/Falkensee/Buergermeister-informiert-ueber-inklusive-Beschulung-in-Falkensee

 


Stand der Umsetzung der Willensbekundung

„Gemeinsames Lernen"

Landtag Brandenburg , ABJS , öffentliche Sitzung 04.11.2021

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Quelle: https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de

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