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Beirat für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung der Stadt Falkensee

Mit unserer Aktion und der Teilnahme am Stadtradeln 2024 wollen wir auf diese Barrieren aufmerksam machen.

Brief an das Organisationsteam "Falkenseer Stadtradeln 2024":

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Mitglied des Beirats für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung der Stadt Falkensee habe ich heute in unserer Kommune ein Team angemeldet.

Der Name unseres Teams lautet:

Team Teilhabe - mit Behinderung ist zu rechnen

und soll Menschen mit Behinderungen und solche, die sich mit der Thematik verbunden fühlen, einladen mitzuradeln.

Warum ist uns das Thema Radfahren im Kontext mit Behinderung wichtig?

Menschen mit Behinderung sind im Alltag oft ausgeschlossen und eine gleichberechtigte Teilhabe wird ihnen noch viel zu häufig verwehrt.

Mit unserer Aktion und der Teilnahme am Stadtradeln 2024 wollen wir auf diese Barrieren aufmerksam machen. Für rollende Menschen sind gut ausgebaute Verkehrswege unerlässlich. Und Menschen mit den unterschiedlichsten Einschränkungen sind auf die Rücksichtnahme anderer Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen angewiesen.

Menschen mit Sinnes- und Körpereinschränkungen oder Neurodivergenzen nehmen ihre Umwelt und damit den Verkehr anders wahr, als nicht eingeschränkte Menschen.

Darauf möchten wir aufmerksam machen und sensibilisieren.

Für uns geht es also nicht ausschließlich um das Klima.

Nun habe ich heute die von Ihnen zur Verfügung gestellten Werbematerialien gesichtet und bin äußerst irritiert.

Auf Ihrer Webseite heißt es:

Zugelassen sind alle Fahrzeuge, die im Sinne der StVZO als Fahrräder gelten.
Die Inklusion und Teilhabe aller Menschen ist für uns sehr wichtig.
Daher können Rollstuhlfahrer*innen die mit Rollstuhl oder mit Handbike zurückgelegten Fahrten und km ebenfalls beim STADTRADELN eintragen. Ebenfalls zugelassen sind Laufräder.

Warum kommen Menschen mit einem Handbike, einem Fahrrad-Dreirad oder eine Rikscha - so könnten z. B. blinde Menschen ebenfalls teilnehmen - in den Werbematerialien nicht vor?

In den Materialien sind Menschen unterschiedlichen Alters, weiblich und männlich zu identifizierende Menschen und Menschen unterschiedlicher Ethnien zu sehen.

Vergeblich ist jedoch die Suche nach Menschen mit Behinderungen. Auch andere Formen von Divergenz sind in den bereitgestellten Materialien unauffindbar.

Ihre Materialien spiegeln eine Welt wider, die es so nicht gibt und sprechen Menschen mit Behinderung absolut nicht an. Das ist keine Inklusion, das ist Exklusion.

Wenn Ihnen die Inklusion und Teilhabe aller Menschen tatsächlich sehr wichtig ist, dann zeigen Sie das doch bitte auch wirksam nach außen!

So ist es nur eine Plattitüde und nicht mehr!

Mit freundlichen Grüßen,

Christine Plörer